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Unser Schulhund Milo

Darf ich vorstellen? Ein männlicher Kollege an der Wahlerschule! Herren sind an Grundschulen bekanntlich spärlich gesät, von daher freuen wir uns, Ihnen unseren Neuzugang vorzustellen. 

Das ist der Klassenhund Milo.

Milo lebt nicht ausschließlich in der Schule, sondern bei Frau Schulze (Klassenleitung 3/4d) zuhause und ist ein Bergamasker Hirtenhund. Er ist also ein waschechter Italiener! Diese Hunderasse zeichnet ihre souveräne Art in allen Situationen aus. Sie wurden gezüchtet, um Schafe selbstständig und sicher mit ihrem Hirten durch die Alpen zu geleiten. Daher die Gelassenheit und die bemerkenswerte Bindung zu ihren Haltern. Da sie beim Hüten aber auch eigene Entscheidungen treffen mussten, steckt in ihnen aber auch eine gewisse Portion Eigensinn, was oft zu großer Belustigung führt. 

Bergamasker gelten übrigens als sehr kinderlieb und verlieren keine Haare, da ihr Fell extrem zum Verfilzen neigt. Deswegen zählen sie zu den allergikergeeigneten Hunderassen. Normalerweise tragen Bergamasker lange, verfilzte Zotten, die sie sehr rustikal aussehen lassen. Auch Milo trug bis vor einigen Jahren diese Frisur. Mittlerweile wird er aber regelmäßig gebürstet und geschoren. 

Milo begleitet mich nun schon seit 2015 in den Unterricht an verschiedenen Schulen, ist dementsprechend routiniert und hat schon vielen Kindern und Erwachsenen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Obwohl Milo ein sehr stressresistenter Hund ist, begleitet er mich an maximal zwei bis drei Tagen in den Unterricht. 

Warum geht Milo denn nun mit in die Schule?

Das hat einige gute Gründe. 
Mehrere Studien belegen, dass die bloße Anwesenheit eines Tieres im Klassenzimmer Stress bei den Kindern reduziert und die Konzentration fördert. 

Regeln müssen im Umgang mit dem Tier eingehalten werden, fühlt sich der Hund nicht wohl, weil er z.B. grob angefasst wird, oder es zu laut ist, zieht er sich zurück. Ein unmittelbares Feedback. Milos Lieblingsrückzugsort ist übrigens seine Kuscheldecke unter dem Pult. Ganz subjektiv kann ich auch berichten, dass die Anzahl an Schnipsel und Fundstücken unter den Tischen sich merklich reduziert. Milo könnte schließlich etwas davon fressen und Bauchschmerzen bekommen. 

Außerdem geschehen die meisten Unfälle zwischen Kind und Hund durch ungünstige Verhaltensweisen und Missverständnissen. Es schadet also nicht, zu lernen, wie man sich einem Hund gegenüber richtig verhält, denn nicht alle Hunde sind wesensfeste, freundliche Exemplare. Wussten Sie zum Beispiel, dass Gähnen beim Hund nicht unbedingt Müdigkeit zeigt, sondern auch Stress? 

Milo ist übrigens ausgebildeter Schulhund. Im Jahr 2016 haben wir zusammen das Schulhundseminar `Beißt der?` erfolgreich absolviert. Dieses Projekt zielt darauf ab, den richtigen Umgang von Kindern und Hunden miteinander zu trainieren und wurde von der LMU München evaluiert. Hund und Halter absolvieren gemeinsam eine mehrtägige Ausbildung, in der es um den Präventionsunterricht an sich geht, aber auch um die Eignung des Hundes für den Einsatz in der Schule. 

Welche Regeln gelten im Umgang mit Milo?

Wenn Milo da ist, müssen die Kinder einige Regeln beachten:

Natürlich müssen sich alle sehr leise verhalten – das Gehör eines Hundes ist um Einiges empfindlicher, als unseres. 

Kontakt zum Hund (Streicheln, Füttern) ist nur erlaubt, wenn Frau Schulze vorher gefragt wurde. 

Ist Milo an seinem Rückzugsort – die bereits genannte Kuscheldecke unter dem Pult - muss er in Ruhe gelassen werden.

Nachdem die Kinder Milo gestreichelt oder gefüttert haben, müssen sie sich die Hände waschen. 

Während der Essenspause ist Milo angeleint auf seinem Platz.

In den vergangenen Jahren besuchte Milo regelmäßig andere Klassen in den Schulen, um dort entweder das Präventionsprogramm „Beißt der?“ durchzuführen, oder auch eingebettet in den Unterricht (z.B. beim Thema Haustiere im Sachunterricht). Sollte dies in diesem Schuljahr trotz der Pandemie möglich sein, werden Sie als Eltern gesondert in einem Schreiben über den Besuch informiert. 

Wie wird auf Hygiene und Gesundheit geachtet? 

Natürlich wird Milo regelmäßig tierärztlich untersucht, um sicherzustellen, dass nichts dem Einsatz in der Schule im Wege steht. Dieser jährliche Check beinhaltet selbstverständlich auch Impfungen. Er wird alle 12 Wochen prophylaktisch mit einem Spot-On Präparat (Frontline) gegen Flöhe, Zecken und Haarlinge behandelt. Außerdem wird er ebenso im 12 Wochenrhytmus mit Milbemax vorsorglich gegen Würmer behandelt. Damit mir nichts entgeht, dokumentiere ich diese Prophylaxe selbstverständlich. 

Der Haftpflichtversicherung ist Milo explizit als Schulbesuchshund gemeldet. 

Haben Sie noch Fragen? 

Wenn Sie sich weiter über unseren Klassenhund, das zugrundeliegende Konzept, die tiergestützte Pädagogik oder den Bergamasker Hirtenhund informieren wollen, nehmen Sie gern direkt Kontakt zu mir auf (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ). Auch für Ihre Bedenken habe ich immer ein offenes Ohr!

Um sich schnell und unkompliziert zu informieren, habe ich Ihnen noch einige Links zusammengestellt. Sollten Sie Interesse an Fachliteratur haben, kontaktieren Sie mich gerne!

Ich freue mich, die tiergestützte Pädagogik an der Wahlerschule weiterzuführen und mit Ihnen in Austausch zu treten! 

Links

Rassebeschreibung 
https://www.kfuh.de/de/hunderassen/bergamasker/kfuh-bergamasker-rassenbeschreibung.php

http://hundemagazin.ch/der-bergamasker-hirtenhund/

Auswirkungen Schulhund

https://www.spektrum.de/news/hunde-helfen-kindern-mit-adhs/1608840

https://www.zza-online.de/tiernatur/tiernatur/article/studie-hunde-foerdern-die-konzentration.html

https://www.zdf.de/kinder/logo/schulhund-in-coronazeiten-100.html

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